Walter Rost (26.11.1929 – 9.3.2023)

Als ich Walter 14 Tage vor seinem Tod im Krankenhaus besuchte, gab er mir einen kleinen Text zur Innenpolitik, den er kurz vor seiner Einlieferung verfasst hatte. Sein erster Satz: „Dass die Innen- von der Außenpolitik nicht zu trennen ist, ist keine neue Erkenntnis. Doch wie stellt sich das Verhältnis gegenwärtig dar?“ Er wollte immer die Gegenwart begreifen, indem er den Prozess untersuchte, der zu dieser Gegenwart führte.

Einer seiner Kernsätze war: „Wie Hegel sagte: Wer nur das Resultat studiert, studiert den Leichnam. Man muss die Entwicklung studieren, die zu dem Resultat geführt hat, um das Resultat zu verstehen.“ So ging er auch mit dem Ukraine-Krieg vor. „Der 24. Februar 2022 ist das Resultat. Was war die Entwicklung dahin?“

Sein Hauptthema war aber die Entwicklung der Bundesrepublik, insbesondere der SPD von einer Klassenpartei zur Volkspartei 1959 mit dem „Godesberger Programm“ und ihrem Versuch, die sozialen Gegensätze mit parlamentarischen Mitteln zu lösen, was ihr zunehmend weniger gelingt. Er hatte noch einen Kommentar aus der FAZ vom 22.2.23 ausgerissen und seinem kurzen Text beigelegt, in dem er angestrichen hatte: „Was derzeit das Wesentlich ist, dürfte jedermann einleuchten: die Sicherheits- und die Klimapolitik. (…) Besonders für die SPD muss diese Einsicht schmerzen. Sozialpolitik, seit Jahrzehnten auf der Tagesordnung ganz oben, hat sich zu fügen.“

Er hatte ein profundes marxistisches Wissen, das er sich weitgehend selbstständig angeeignet hatte. Außerdem hatte er sich als Arbeiter und Betriebsrat im Hamburger Hafen ein tiefes Verständnis für die Denkweise der arbeitenden Menschen erworben. Aus beidem konnte er schöpfen, um die aktuellen Geschehnisse in ihren geschichtlichen Werdegang einzuordnen.

Kindheit im 3. Reich

Geboren wurde er am 29. November 1929 in Anklam, Vorpommern, in der Nähe des Stettiner Haffs, an der Peene gelegen. Sein Vater arbeitete als Polsterer und Tapezierer in Kleinbetrieben, die Mutter war Hausfrau. Nach 1933 gab es den Rüstungsaufschwung, die Löhne blieben zwar gleich, aber der Vater konnte Überstunden machen. Seine Mutter starb 1939 an Brustkrebs, sein Vater wurde 1939 eingezogen um in Swinemünde für die „Organisation Todt“ zu arbeiten (paramilitärische Bautruppe für Schutz- und Rüstungsprojekte). Damit war Walters schöne Kinderzeit mit neun Jahren beendet. Er kam zu Verwandten, die Kriegszeit begann, es kam zu Verdunkelungen, die Stimmung wurde düsterer und trüber.

Mit zehn Jahren kam er zum „Jungvolk“. Die erste Pfingstfahrt wurde zur Enttäuschung: Es war sehr heiß und die Erbsensuppe angebrannt. Ab da hatte er vom „Pimpf“-Sein die Schnauze voll. Als er zum „Jungenschaftsführer“ ernannt werden sollte, weigerte er sich. Der „Fähnleinführer“ ging zum „Oberjungstammführer“, der ihn wieder ernennen wollte, aber er weigerte sich nochmal. Nach dem Pfingsterlebnis war ihm Disziplin fremd geworden.

In der Schule wurde bis zur 5. Klasse geprügelt; wenn ein Lehrer nicht prügelte, war er eine Ausnahme. Es gab nur Disziplin, Druck, Angst. Mit solchen Lehrern hatte er immer Schwierigkeiten, auch wenn er die Hausaufgaben immer gemacht hatte. Ab der 5./6. Klasse war der Rohrstock verschwunden. Er war gut in Deutsch, besonders im Erzählen,. schwach im Auswendiglernen, in Rechnen hatte er immer eine 4.

Bei der Olympiade 1936 in Berlin kam ein neuer Lehrer, der auch Sport gab. Der berichtete begeistert von dem Weitspringer Luz Long, der lange führte, bis ihn der schwarze US-Athlet Jesse Owens übertraf. Diesen schilderte der Lehrer als „schwarzes Tier“. Bei Walter löste das aber keinen Rassenhass aus, sondern den Gedanken: Der war stärker!

Seine Großmutter sagte einmal zu ihm: „Das mit den Juden ist nicht gut.“ Walter entgegnete ihr, nicht alle Juden seien gut. „Wo hast du denn das her?“ Aus der Wochenschau und der Nazizeitung, die sein Vater bezog. Er kannte ja gar keine Juden. Vom neunten November 1938 bekam er nichts mit.

Beim Bombenangriff im Herbst 1943 auf Anklam waren sie 20km entfernt auf dem Kartoffelacker. Als sie nach Hause gingen, stürzte sich ein russischer Kriegsgefangener auf verkohlte Kartoffelschalen. Der Wachmann prügelte ihn weg. Walter dachte, der muss ja Hunger haben. Wie wird der denn behandelt?

Nach der Schulentlassung im März 44 bestand er die Aufnahmeprüfung der Seeberufsfachschule in Wolgast. Die Schulzeit wurde mehrmals unterbrochen durch Schaufeleinsatz im Oder-Netze-Bruch an der nahenden Ostfront: Unterstände, Laufgräben ausschaufeln. Dann Ende 44: Die 15-Jährigen wurden aus dem Schaufeldienst rausgezogen, bewaffnet und einem SS-Offizier zum Brücke Bewachen zugeteilt. Ab Dezember wieder Seeberufsfachschule in Wolgast, jetzt militärische Ausbildung, Walter wurde Reservesoldat der Marine. Er wurde aber nicht eingezogen, hat mehr oder weniger nur rumgegammelt: „Glück gehabt“, wie er noch öfter Glück hatte in seinem Leben.

Im April ’45 organisierte die Schulleitung mit Schulbarkassen die Flucht über Rügen nach Stralsund. Die Schüler bekamen Schülerausweise statt ihrer Militärpässe und fuhren mit einem Kutter von Stralsund über die Ostsee zur Flensburger Förde. Walter hatte für die sieben Tage Überfahrt ein Brot und ein Pfund Margarine dabei. Als ihm das Brot geklaut wurde, lutschte er an der Margarine. In Flensburg nahmen die Engländer sie in Empfang und brachten sie nach Glücksburg auf das Segelschiff „Padua“ (heute das russische Segelschulschiff „Kruzenshtern“). Dort wurde den Gefangenen das Angebot gemacht: Wer Arbeit sucht, kann nach Flensburg rein. Als auf der Heuerstelle ein Koch gesucht wurde, rief Walter „ja“, obwohl er vom Kochen noch keine Ahnung hatte. Er kam auf die „Wolter“, die vor der Flensburger Förde auf Anker lag, in die Kombüse und konnte sich mit Pferdefleisch aufpäppeln.

Nachkriegszeit

Als das Schiff weiterfuhr, nahm ihn der Koch mit nach Hamburg, wo Walter dessen Tochter Lily kennenlernte, die er 1950 heiratete. In der Wohnung ihrer Familie in Altona lebte Walter dann mit seiner Familie (Helga wurde 1951 geboren) bis zuletzt. „Glück gehabt“.

Zuerst arbeitete er als Koch auf der „Togo“, die 1945 deutsche Soldaten aus Norwegen zurückholte. Später brachten sie von Lübeck ehemalige polnische Zwangsarbeiter nach Kopenhagen. Die „Togo“ wurde später beim Atombombenabwurf auf das Bikini-Atoll im Pazifik als Testschiff zerstört.

In Hamburg machte er dann eine Ausbildung zum Binnenschiffer bei der Firma Beckedorf. 1948 begann er eine Ausbildung zum Taucher, die er Ende 1950 abschließen konnte. Zuerst bargen sie ein Schiff im Werfthafen von Blohm&Voss, das bombardiert worden war. Er war ein sogenannter Helmtaucher, ein nicht ungefährlicher Beruf, ein Kollege starb bei einem Unfall, ein anderer verlor ein Bein.

1953 ging’s für zwei Jahre nach Finnland um dort ein Schiff auseinander zu nehmen. Dabei ging die Firma pleite und Walter kam zurück nach Hamburg und war erstmal arbeitslos. 1955 fing die Firma wieder an, Walter konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Taucher arbeiten, arbeitete im Hafen als Getreideheber, hackte u.a. Kokosschalen auseinander, zog Pfähle und trennte Schrott. Harte Arbeit.

Schiffsführer und Betriebsrat

Bei der Alsterschifffahrt machte er 1958 den Motorenführerschein und arbeitete im Winter bei der Hochbahn als Kassierer. Darüber kam er 1960 zur HADAG (Fährbetreiber im Hamburger Hafen), die Kassierer suchte und gut bezahlte. Als ein Steuermann gebraucht wurde, fuhr er drei Jahre auf der Unterelbe, machte das kleine Seepatent und wurde um 66/67 Schiffsführer und ab 68 Barkassenschiffsführer.

Seine Leidenschaft für das Wasser konnte er auch privat als Kapitän der kleinen Segelyacht „Knuff“ ausleben, mit der er mit Frau und Tochter an Wochenenden und im Urlaub die Elbe und Ostsee befuhr.

1968 wurde er zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt, war freigestellt, dann ab 1971 wieder normaler Betriebsrat ohne Freistellung bis 1980, dann nochmal freigestellter Vorsitzender bis 1990. Bis zur Rente 1993 war er dann nochmal Schiffsführer, meistens auf Fähren, im Sommer oft auf der Unterelbe. Er erlebte noch den Rückgang der Fährschifffahrt, der Elbtunnel (1975 fertiggestellt) begünstigte den Individualverkehr, die Englandfähre wurde verkauft, die Beschäftigten im Hafen wurden weniger, Personal auf den Fähren wurde abgebaut.

Seine Maxime als Betriebsrat war immer, viel bei den Kollegen zu sein und sich nicht wie so manche andere Betriebsräte sich im Büro zu verkriechen. Im Konflikt mit dem Unternehmer kam es ihm darauf an auszuloten, was durchsetzbar ist, wo man gegenüber dem Unternehmen klare Kante zeigen kann und wo man nachgeben muss, weil der Chef nichts durchsetzen kann. Dafür hatte er immer große Zustimmung im Betrieb.

Die politische Arbeit in der „Gruppe Arbeiterpolitik“ half ihm dabei einen klaren Standpunkt zu entwickeln. Ein Kollege, der ihn als Betriebsrat ablöste, sagte ihm: „Ich hab von dir die Einschätzung der Machtverhältnisse im Betrieb kennengelernt.“ Wenn man was durchsetzen will, braucht man die Kollegen. Das war so bei der Frage der Überstundenbezahlung bei Silvester oder bei der Arbeitszeitverkürzung, bei der zwei freie Tage durchgesetzt wurden. Wenn er etwas als sein Vermächtnis bezeichnen wollte, dann: Die Kräfteverhältnisse richtig einschätzen!

„Gruppe Arbeiterpolitik“

Politisch wurde er zunächst aufgrund der Zeitumstände: Sieg der Sowjetunion im 2. Weltkrieg, Gründung der DDR, Lektüre der „Hamburger Volkszeitung“ der KPD. 1946 Eintritt in die Gewerkschaft, wieder ausgetreten, 1951 wieder Eintritt in die ÖTV. Natürlich wurde dort viel diskutiert, auch wenn das Überleben im Vordergrund stand. Aus Neugierde kaufte er sich die Gesammelten Werke von Lenin. Entdeckung: Lenin untersucht ja die Gesellschaft und nicht wie im Geschichtsunterricht nur die Geschichte von Kaisern und Königen.

Ein Bekannter, Maschinist, der in sowjetischer Kriegsgefangenschaft gewesen war, vor dem Krieg KPD-Opposition (KPO), nahm ihn am 1. Mai 1953 mit in den Stadtpark zur Maiveranstaltung, wo er ihn mit „Pep“ (Josef Bergmann) bekannt machte. „Pep“ war auch in der KPO gewesen und Mitarbeiter an der Zeitschrift „Arbeiterpolitik“. Den besuchte er ab 1954 öfter, diskutierte mit ihm, erhielt von ihm Literatur.

Die politische Erziehung erfolgte auch ganz praktisch. Am 30.1.1955 gab es zum Jahrestag der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler eine Naziveranstaltung im Winterhuder Fährhaus. Im Besenbinderhof fand eine Protestveranstaltung statt. KPDler riefen dazu auf, zum Winterhuder Fährhaus zu marschieren, Walter mit. Auf der Rothenbaumchaussee schlug die Polizei sie zusammen. Der Kommandant befahl: „Schlagt die Kommunisten!“

Als die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik beschlossen wurde, organisierte die KPD eine Fahrt nach Bonn, wo die Teilnehmer von der Polizei gejagt wurden. Als die KPDler später erfuhren, dass Walter Kontakt zu KPOlern hatte, bekam er keine Einladungen mehr. Die „Brandleristen“ (1928/29 als „Rechtsopposition aus der KPD ausgeschlossen) waren ihnen immer noch verhasst, das blieb noch lange so.

Über Pep bekam er auch Kontakt zu Heinrich Brandler, der mit ihnen Schulungen durchführte, bis er krank wurde und ins Pflegeheim kam. Wolfgang Müller half und pflegte ihn, als Wolfgang im Urlaub war, übernahm Walter. Als er wieder nach Hause kam, pflegte ihn vor allem Hilde David. Ein Satz von Brandler blieb ihm im Gedächtnis: „Kein führender Kommunist hat nach 1945 geglaubt, dass der Kapitalismus nochmal so einen Aufschwung nehmen könnte.“

Ein Gruppenleben in dem Sinne gab es damals noch nicht, man traf sich bei Pep oder bei Brandler in der Wohnung. Nach dem 20. Parteitag der KPdSU 1956 (Chruschtschows Entstalinisierungsrede) referierte Brandler im sehr vollen Volksheim in der Marschnerstraße, wozu die „Arbeiterpolitik“ eingeladen hatte. Ende der 60er Jahre fanden in diesem Volksheim die ersten Gruppenabende der Hamburger „Arbeiterpolitik“ statt.

Einschneidend war für Walter die „Kapital“-Lektüre. 1953 kaufte er sich den ersten Band und las ihn alleine. Enorm! Später lasen sie bei Brandler, bis er zu krank wurde, nochmal die ersten Kapitel gemeinsam mit Pep, Wolfgang, Rolf Somann, Klaus Hamann. Er kaufte sich dann auch Band zwei und drei und las die alleine. Wer diese Bände kennt, weiß, was das heißt.

Eine Entdeckung war für ihn Henryk Grossmanns „Das Akkumulations- und Zusammenbruchsgesetz des kapitalistischen Systems“. Bei Grossmanns Entwicklung der Dynamik des Kapitals „gingen mir die Lichter auf“. (Zu Grossmann: Henryk Grossmann – Wikipedia)

Zeitlebens blieb für ihn die Ökonomie und deren marxistische Durchdringung sein Steckenpferd und Markenzeichen. Einige Jahre lang leitete er in der Hamburger Gruppe den „Ökonomie-Arbeitskreis“, der sich immer bei Hilde David in der Wohnung traf. Eine Zeitlang war ich auch dabei, aber Walter war nicht ganz einfach. Wie öfter bei Autodiktaten hatte er sich sein Wissen überwiegend im Alleingang und nicht in einer Gruppendiskussion erworben. So neigte er zu Monologen und machte es anderen schwer, in seine Gedanken zur Entwicklung der Ökonomie einzusteigen. Er schrieb häufiger Entwürfe handschriftlich, die Hilde dann abtippte. Dabei entstand die Hamburger Beilage „Die Entwicklung des Denkens im Kollegenkreis“.

Das Studium von August Thalheimers „Über die Kunst der Revolution und die Revolution der Kunst“ brachte ihn auf das Problem der Atomisierung der Arbeiterklasse, die Thalheimer für die Sowjetunion beschreibt. In Deutschland unter dem Faschismus sei sie nicht so weit gegangen wie in der SU. Aber für Walter war die Einführung der Massenproduktion, die die Arbeitskraft zur Mangelware machte, und die damit einhergehende Individualisierung in den 60er Jahren die materielle Basis für die Atomisierung der Arbeiterklasse in der Bundesrepublik. Damit entstand der neue Typ des „Arbeiterbürgers“, wie er einen Ausdruck von Brandler zitierte. Im Faschismus war dazu bereits der Keim gelegt worden.

Sein Ort in der Hamburger Gruppe war der 14-tägliche Gruppenabend. Die Zeitungsarbeit im engeren Kreis um Pep, wo die Endredaktion gemacht wurde, war ihm zu hektisch und drängelig. Er wollte den Sachen auf den Grund gehen. Als sich der Gruppenabend in den Nuller Jahren auflöste, kam er auch zur ehemaligen Endredaktion, weil er die politische Diskussion brauchte. Er legte sich noch einen Computer zu und lernte mit ihm umzugehen. So konnte er Emails lesen und schreiben, Dateien ausdrucken und so an der sich immer mehr ins Netz verlagernden Diskussion teilnehmen. Als im März 2020 die Lockdowns wegen Corona kamen, war er bereit sich auf Zoom einzulassen. Nach einer kurzen Einführung war er jedes Mal problemlos dabei. Da schlug er so manch Jüngeren! Auch an der RK nahm er nun regelmäßig teil, weil die dann auch online stattfand, und bereicherte die Diskussion mit seinem Verständnis für die Dialektik in der Geschichte. Wie gesagt: Wer das Resultat studiert, studiert nur den Leichnam. Man muss den Prozess dahin untersuchen.

Wer Walter noch einmal live erleben möchte, hier: ein Interview mit ihm vom Forum Arbeitswelten.

(Große Teile des Nachrufs beruhen auf drei langen Interviews, die ich 2021 mit Walter führte.)

m., hh


 

1 Kommentar

  1. Ich gehörte zur jüngeren Generation der „68er“ die zur Gruppe Arbeiterpolitik stießen. Es waren Studenten oder Lehrlinge und Jungarbeiter aus dem graphischen Gewerbe.. Was uns anzog, waren der politische Klarblick und die Erfahrungen der Älteren. Sie waren 10-30 Jahre älter als wir, hatten sogar noch die Weimarer Zeit und dann die Nazi-Zeit erlebt. Wir wollten ja eine sozialistische Gesellschaft, der Ort für Praxis und Kampf war der Betrieb. Bei der Arpo hatten wir das Gefühl „hier sind wir richtig“. (Einige waren schon in anderen Organisationen gewesen wie KB, KPD/ML, Jusos. Walter war einer derjenigen, von denen wir bei den 14tägigen Gruppenabenden lernten! Wie Walter in seinem Wesen hier beschrieben wird: Genau so war er. In seiner Bescheidenheit erfuhren wir allerdings wenig bis nichts von seiner abenteuerlichen Vergangenheit! Eigentlich schade! Wer hat noch so einen Typ Arbeiter wie Walter kennen gelernt? Der sollte dankbar sein. (DW)

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