
Gedenkreden und Beiträge vom 7. Januar 2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
Dank an alle, die Rolf auf seinem letzten Weg mit ihren solidarischen und liebevollen Worten begleitet haben.
Dank an alle, die die Idee hatten, die Reden zusammenzustellen und am Zustandekommen dieser Broschüre beteiligt sind.
Dank auch an alle, die ihre Verbundenheit mit Rolf auf unterschiedlichste Weise ausgedrückt haben – und noch ausdrücken.
Als Rolf an einem Oktobertag in mein Leben trat, wusste ich das wird mein Mann. Ich wusste nicht, ob für eine Nacht oder etwas mehr. Das war 1977 und es ist ein ganzes Leben geworden.
Ein Kollege sagte mir damals: der Rolf – das ist ein guter. Ein guter Schauspieler, ein guter Kollege, er hat nur einen Fehler, er setzt sich noch für die letzte Klofrau ein. Auch wenn wir keine „letzte Klofrau“ kennen, sondern Menschen, die um ein Leben in Würde kämpfen, für diesen „Fehler“ habe ich ihn geliebt. Aber das bedeutete bei aller Nähe – Rolf war ständig unterwegs. Beruflich sowieso, doch auch um Menschen zu unterstützen. Hierzulande, in Nicaragua, Palästina, Jugoslawien, Kurdistan, in den Townships von Südafrika, bei Mumia Abu Jamal im Todestrakt von Pennsylvania, in Griechenland. All das war Teil seines Lebens ebenso wie unser Zuhause in St. Georg und draußen unsere Datscha unter den alten Bäumen bei den Buntspechten, Amseln und Meisen.
Wie in stillem Einverständnis mit Rosa Luxemburg, Namensgeberin des Preises zu seinem 90. Geburtstag: „Ich fühle mich auf der ganzen Welt zuhause, wo es Wolken und Vögel und Menschentränen gibt.“
Und überall da sehe ich ihn. Er bleibt. So oder so.
Sylvia Wempner
Die Broschüre
„Rolf Becker – 31. März 1935 – 12. Dezember 2025
Gedenkreden und Beiträge vom 7. Januar 2026“
kann hier heruntergeladen werden.
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